Glossar · Kupferpeptid
GHK-Cu
Auch bekannt als: Copper Tripeptide-1 · Prezatide
- Substanzklasse
- Kupferpeptid
- Halbwertszeit
- ~7 Stunden subkutan (topisch länger)
- Übliche Dosierung
- 1–3 mg SC/Tag ODER topische Lösung
- Applikationsweg
- subkutan oder topisch
Wirkmechanismus
GHK-Cu ist ein natürlich vorkommendes kupferbindendes Tripeptid (Gly-His-Lys), das erstmals aus humanem Plasma isoliert und anschließend in Speichel, Urin und Wundflüssigkeit gefunden wurde. Seine biologische Rolle besteht darin, Cu²⁺-Ionen an hochregulierte kupferabhängige Enzyme an Stellen von Gewebeschädigung und zellulärem Umsatz zu liefern. Diese Kupferzufuhr aktiviert direkt die Lysyloxidase — das Enzym, das für die Vernetzung von Kollagen- und Elastinfasern verantwortlich ist — und produziert eine dichtere, widerstandsfähigere extrazelluläre Matrix. Fibroblastenaktivität, Proliferation der dermalen Papillenzellen der Haarfollikel und Rekrutierung von Hautstammzellen sind alle Downstream dieser Kupferionen-Signalkaskade.
Die entzündungshemmende Dimension ist ebenso wichtig: GHK-Cu moduliert die Genexpression durch ein breites transkriptionelles Programm, indem es proinflammatorische NF-κB-Targets herunterreguliert und gleichzeitig antioxidative und Reparaturgene hochreguliert. Dies unterscheidet sich mechanistisch vom Stickoxidpfad von BPC-157 und vom Aktin-Remodelling von TB-500 — GHK-Cu wirkt auf der Genexpressionsebene und ist damit ein echtes systemisches Remodelling-Agens statt eines akuten Reparaturauslösers.
Starke topische Aktivität ist eine seiner charakteristischen Eigenschaften. Da das Tripeptid klein genug ist, um das Stratum corneum zu durchdringen, erreicht eine dermale Applikation Fibroblasten und dermale Papillenzellen ohne systemische Injektion. Topische Anwendung in Konzentrationen von 0,1–0,5 % hat gut dokumentierte Effekte auf die Reduktion feiner Linien, Hautfestigkeit und Haarfollikeldichte.
Typisches Protokoll
- Topisch (Haut/Haar): Eine 0,1%ige Lösung in steriler Kochsalzlösung oder bakteriostatischem Wasser herstellen. Morgens oder abends nach dem Duschen auf saubere, trockene Haut oder Kopfhaut auftragen. Tägliche Anwendung ist gut verträglich; bei Langzeitanwendung 8 Wochen on / 2 Wochen off zyklisieren.
- Systemisch SC (Regeneration/Longevity): 1–2 mg SC jeden zweiten Tag. 6–8-Wochen-Zyklen laufen lassen. Injektionen können überall platziert werden — die Wirkung ist unabhängig vom Injektionsort systemisch.
- Fortgeschritten: 2–3 mg SC täglich während akuter Regenerationsphasen oder in Kombination mit BPC-157 und TB-500 für vollständige Bindegewebsabdeckung.
- Rekonstitution: 50-mg-Vial + 5 mL bakteriostatisches Wasser → 10 mg/mL. 10 IU auf einer U-100-Insulinspritze = 1 mg. Die rekonstituierte Lösung ist sichtbar BLAU — das ist das Kupfersalz in Lösung, völlig normal und erwartet.
Für wen geeignet
Primär: Haut- und Beauty-Ziele. Feine Linien, Hautlaxizität, ungleichmäßige Textur, Haarausdünnung und postprozedurale dermale Regeneration (nach Laser, Microneedling, chemischem Peeling) sind die Hauptanwendungen. Sekundär: Regenerations-Stacks, die kollagendichte Gewebe (Gelenke, Sehnen, Faszien) gezielt angehen, bei denen die Matrixqualität ebenso wichtig ist wie die akute Reparatur. Drittens: Longevity-Stacks, bei denen das Ziel die Verlangsamung der dermalen und bindegewebigen Alterung über Monate bis Jahre ist.
Gut kombinierbar mit
- bpc 157 5mg — komplementäre Gewebereparaturachsen; GHK-Cu übernimmt das Kollagen-/Elastin-Matrix-Remodelling, während BPC-157 Angiogenese und akute Heilung antreibt.
- tb 500 5mg — die gesamte Bindegewebsachse ist abgedeckt: Zellmigration (TB-500), Matrixqualität (GHK-Cu) und vaskuläre Reparatur (BPC-157, falls hinzugefügt).
- epithalon 10mg — natürliche Longevity-Kombination; Epithalon adressiert Telomererhalt und circadiane Genexpression, während GHK-Cu die strukturelle Gewebequalität übernimmt.
- beauty stack bpc tb500 ghk — vorgebündeltes BPC-157 + TB-500 + GHK-Cu für umfassende Regeneration und Bindegewebs-Remodelling.
Zu beachten
- Die blaue Farbe im rekonstituierten Vial ist das Kupfersalz — keine Kontamination, keine Degradation. Wenn die Lösung nach Rekonstitution farblos ist, ist das die Anomalie, die es zu untersuchen gilt.
- Die rekonstituierte Lösung nicht einfrieren. Kupfersalze fallen beim Einfrieren aus der Lösung aus und lösen sich beim Auftauen nicht vollständig wieder auf, was die Dosisgenauigkeit beeinträchtigt.
- Wenn Sie bereits orale Kupferpräparate einnehmen, beachten Sie, dass GHK-Cu zur gesamten systemischen Kupferbelastung beiträgt. Hohes Ceruloplasmin durch kumulative Kupferaufnahme ist ein Randfall, aber bei langen Zyklen überwachenswert.
Über GHK-Cu
Was ist GHK-Cu?
GHK-Cu ist ein natürlich vorkommendes kupferbindendes Tripeptid (Gly-His-Lys), das erstmals aus menschlichem Plasma isoliert wurde und später in Speichel, Urin und Wundflüssigkeit nachgewiesen wurde. Seine biologische Rolle besteht darin, Cu²⁺-Ionen an hochregulierte kupferabhängige Enzyme an Stellen von Gewebeschäden und zellulärem Umsatz zu liefern.
Wie lang ist die Halbwertszeit von GHK-Cu?
Die Plasma-Halbwertszeit von GHK-Cu wird mit etwa 7 Stunden subq angegeben (topisch länger). Es handelt sich um einen forschungsbezogenen Referenzwert aus veröffentlichten pharmakokinetischen Studien — der Verabreichungszeitpunkt und die Dosierungsintervalle in publizierten Protokollen sind auf diesen Wert ausgelegt.
Wie lautet der typische Forschungsdosierungsbereich für GHK-Cu?
Veröffentlichte Forschungsprotokollbereiche für GHK-Cu liegen zwischen 1–3 mg SC/Tag ODER topische Lösung, subq oder topisch verabreicht. Diese Angaben beziehen sich ausschließlich auf die Dosierung in der Forschungsliteratur — sie stellen keine klinische Empfehlung dar, und GHK-Cu wird hier ausschließlich als Forschungsreagenz geliefert.
Welcher Verbindungsklasse gehört GHK-Cu an?
GHK-Cu gehört zur Klasse der copper peptide-Forschungspeptide. In der Literatur wird es auch als Copper Tripeptide-1 oder Prezatide bezeichnet. Jede copper peptide-Verbindung weist eine überlappende Pharmakologie auf, unterscheidet sich jedoch in Rezeptorselektivität, Halbwertszeit und berichteten Forschungsanwendungen.
Wie sieht der typische Forschungsprotokollzyklus für GHK-Cu aus?
Topisch (Haut/Haar): 0,1%-ige Lösung in steriler Kochsalzlösung oder bacteriostatic water herstellen. Morgens oder abends nach dem Duschen auf saubere, trockene Haut oder Kopfhaut auftragen.
GHK-Cu-Forschungsprodukte
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